Welpenaufzucht


Weiler Burger werden mit ganz viel Liebe und Verstand aufgezogen!

Philosophie

Von der Geburt eines Welpen, bis zur Abgabe, - die wichtigste Entwicklungszeit liegt beim Züchter.
Deshalb sind wir um eine personenbezogene und vielfältige Sozialisierung der Welpen sehr bemüht.

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Welpenraum

Unsere Welpen werden im Wohnhaus, im extra dafür eingerichteten Welpenraum geboren. Dieser verfügt über eine Fußbodenheizung, eine kuschelige Wurfkiste und eine Schlafmöglichkeit für uns, damit wir auch während der Geburt bei der Hündin bleiben können.

 

Gute Prägung für ein entspanntes Leben

Außenreize

In den ersten 2-3 Wochen erkunden die Kleinen meist noch die Wurfkiste, die mit etwa 3 Wochen geöffnet wird, dann geht es aber erst richtig los. Die Welpen tasten sich Tag für Tag weiter aus der Kiste hervor. In dieser Zeit sind wir jedoch schon bemüht die Welpen mit akkustischen Reizen zu konfrontieren. Wir staubsaugen im Welpenraum oder legen sogenannte Geräusche CD´s in den CD Player. Auf diesen CD´s sind die verschiedensten Alltagsgeräusche zu hören, Verkehr, Kirchturmsglocken, Pfeifen, Feuerwerkskörper, Heizlüfter, Klatschen, Flugzeuge, Wecker klingeln, Bienen summen, Presslufthammer, Kuckucksuhr usw.. Dabei gehen wir natürlich sehr behutsam vor und überfordern die Welpen nicht.

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Außenbereich

Mit etwa 3-4 Wochen werden die Türen zu unserem großen Garten (20 AR) geöffnet, der von den Welpen auch komplett genutzt werden kann. Meist entdecken die Welpen zuerst einmal die 50 m2 große Welpenterrasse, die teilweise überdacht ist, damit die Welpen auch bei schlechtem Wetter immer ausreichend Platz zum Spielen haben.

 

Umweltprägung

Sicher, in jeder Situation

Umweltprägung

Unsere Welpen lernen ganz viele verschiedene Bodenbeschaffenheiten, wie ZB: Fliesen, Parkett, Sand, Schotter, Gitter, Gummimatten, stachelige Untergründe (Rasenmatten), Waldböden, Mulch usw. kennen.
Im Garten bekommen die Kleinen in den ersten acht Lebenswochen sehr viele akustische Reize angeboten, sei es der Rasentraktor, Mähdrescher, Luftballon knallen, Staubsauger, Flugzeuge, Motorsäge, vorbei fahrende Autos, das Wiehern der Pferde, Rasseln von Ketten usw.
Natürlich stehen unseren Welpen auch vielfältige Welpenspielgeräte zur Verfügung. Die Kleinen können sich im Bällebad, in der Wassermuschel, im Sandkasten, auf der Wippe, auf dem Steg, auf dem Wackelbrett, im Tunnel oder an einer riesigen Wurzel austoben. Sie beschäftigen sich außerdem mit Flatterbändern oder scheppernden Metalldosen.

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Ausflüge

Besonders wichtig ist es uns auch, dass unsere Welpen, neben unseren eigenen Kindern, auch andere Kinder und Personen kennen lernen um ihnen eine Vielfalt an Verhaltensweisen und Gerüchen zu ermöglichen.
Außerdem unternehmen wir einige Ausflüge mit den kleinen Rackern, damit sie auch das Autofahren und unterschiedliche natürliche Gegebenheiten erkunden können. Wir fahren mit ihnen in den Wald, auf Wiesen oder an den Bach.

 

Stress? Kein Problem!

Wir Weiler Burger haben schon viel erlebt!

Stressbewältigung

Unsere Aufzucht verläuft nach dem Motto "was Hänschen nicht lernt......."

Die Airedale Terrier von der Weiler Burg werden mit vielfältigen Dingen konfrontiert und lernen in vielen Situation Streß zu bewältigen und damit umzugehen.

Die Erlebnisse der ersten acht Lebenswochen eines Welpen sind unauslöschlich und für ein ganzes Hundeleben
im Hund verankert!!!

Unsere Welpen werden in den ersten acht Lebenswochen auf ein Leben in und mit der Familie geprägt, einen Zwinger kennen sie nicht, und den möchten sie auch nicht kennenlernen. Eine Haltung, bei der die Hunde ausschließlich im Garten in einer Hütte leben sollen, also das Haus nicht betreten dürfen, ist für unsere Welpen absolut ausgeschlossen, da sie einen sehr innigen Kontakt zu Menschen gewohnt sind, und der ist bei einer reinen Garten- oder Zwingerhaltung nicht gegeben.

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Familie

Für unsere Lieblinge möchten wir nur die allerbesten Familien, denn in einem achtwöchigen engen Miteinander haben wir zu unseren Welpen eine innige Beziehung aufgebaut.
Deshalb laden wir alle Interessenten, bevor ein Wurf fällt, erst einmal zu uns nach Hause ein,  um sie besser kennen zu lernen und ihnen die Möglichkeit zu geben uns und unsere Hunde persönlich zu treffen.
Bei diesem Gespräch möchten wir uns auch ein Bild von den Lebensumständen der neuen Familie machen. Wir werden ihnen sicherlich viele Fragen stellen um zu sehen, ob ein Weiler Burger sich in dieser Familie wohl fühlen würde.

 

Nur das Beste!

Transparenz

Lebensplatz

Wir sind aber auch sehr auf die Fragen der zukünftigen Welpenkäufer gespannt und werden uns bemühen in diesem Gespräch alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten.
Das gegenseitige Vertrauen von Welpenkäufer und Züchter ist eine wichtige Voraussetzung für die Abgabe eines Welpen.
Wenn wir den Eindruck haben, dass die Lebensumstände oder andere wichtige Faktoren nicht zu unseren Vorstellungen passen, scheuen wir uns nicht dies auch anzusprechen und ggf. keinen Welpen abzugeben.
Aus unserer Erfahrung heraus, haben wir uns entschieden, dass wir nach gegenseitigem Kennenlernen, die Welpen der jeweils passenden Familie zuteilen.

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Jeder Topf.....

Sie äußern ihre Wünsche bezüglich des Welpen und wir beobachten unsere Welpen dahingehend. Da wir sehr viel Zeit mit unseren Welpen verbringen und im Familienverband ein reger Austausch über die Welpen stattfindet, haben wir bisher mit dieser Methode sehr vielen Menschen zum passenden Familienmitglied verholfen.

 

Entwicklungsphasen der Welpen

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..


Die emotionale und auch körperliche Entwicklung der Welpen beginnt bereits im Mutterleib, der Lebensstil, die Nahrung und auch die Gefühle der Mutter haben bereits jetzt Einfluss auf die Entwicklung der Ungeborenen. Bereits mit diesem Wissen, können wir uns als Züchter in verstärktem Maße der Mutterhündin widmen,  ihre Gesundheit und die der Welpen durch besonders hochwertige Kost günstig beeinflussen.

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Das Leben beginnt!

Der neugeborene Welpe befindet sich bis zur 2. Lebenswoche in der "Vegetativen Phase", d.h. alle seine Reaktionen sind instinktgesteuert, sein Leben dreht sich nur um Ernährung, Ausscheidung, Wärme, die Kleinen bewegen sich mit pendelnden Kopfbewegungen hin zur mütterlichen Zitze, sie können noch nichts sehen und auch nichts hören, sie können aber Wärme wahrnehmen. In der dritten Woche öffnen sich die Augen und auch die Ohren, jetzt sind die kleinen Airedale Welpen in der Lage, ihre Geschwister zu erkennen, sie beginnen mit Spiel und Raufereien.

 

Prägungsphase

Freude am Lernen

Danach beginnt die Prägungsphase. Hunde sind nicht rein instinktgesteuert, sondern bereits in der Jugendphase äußerst lernbegierig - Prägung ist auch eine Art des Lernens, allerdings findet Prägung nur in einem bestimmten Zeitraum in der Jugendentwicklung des Welpen statt. Prägung ist ein einmaliger und unwiederholbarer Vorgang während einer kurzen Zeit in einer genetisch festgelegten Zeitspanne. In dieser Zeit werden die Welpen unwiderrufbar auf die Objekte ihrer sozialen Beziehung, den Menschen, festgelegt.
Verstreicht diese sensible Prägungsphase (4.-8. Lebenswoche) ungenutzt, und der Welpe wird nicht geprägt, so führt das zu schwerwiegenden, lebenslangen Verhaltensstörungen - was fast jeder Hundebesitzer bestätigen kann, der seinen Welpen nicht bei einem Züchter, sondern bei einem „Hundevermehrer" oder im Tierhandel erworben hat.

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Positive Erfahrungen sind wichtig

Lernen ist die Fähigkeit, Informationen zu speichern, diese bei Bedarf abzurufen und zwischen guten und schlechten Erfahrungen zu unterscheiden. In der Prägungsphase der Welpen finden wir die einfachste Form des Lernens, welches uns Züchtern so selbstverständlich erscheint, dass wir es oftmals gar nicht als eine Form des Lernens erkennen. Dieses Lernen ist eine Anpassung des Welpen an seine Umwelt, es wird für ihn als eine biologisch notwendige Anpassungsleistung dargestellt, deren wichtigstes Element das Lernen durch Erfolgserlebnisse ist. Sein Verhalten lässt ihn immer wieder in Situationen kommen, die gemeistert werden müssen, wobei er im Spiel wichtige Verhaltensweisen für das spätere soziale Zusammenleben einübt, er übernimmt soziale Verhaltensweisen der älteren Rudelgenossen, die er später, zwar nicht genetisch, aber als „Traditionen", an die nächsten Generationen weitergeben kann.

 

Prägungsphase

Nachhaltige Erfahrungen

Für unsere Welpen ist diese Prägungsphase der wichtigste Lebensabschnitt für das spätere Zusammenleben mit dem Mensch. In dieser Zeit der Neugier und der angeborenen Lernbegabung, werden sie nun schnell auf den Menschen geprägt.
Allerdings sind Fehler, die während dieser Prägungsphase im Umgang mit dem Welpen gemacht werden, auch beim erwachsenen Hund zeitlebens nicht mehr korrigierbar. Im Alter von vier bis fünf Wochen zeigen die Welpen auch schon ersten Anzeichen von Aggression, obwohl augenscheinlich kein Grund dazu besteht, denn die für sie elementaren Bedürfnisse wie Futter und Fürsorge der Mutter sind für alle reichlich vorhanden.

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Überlebenstrategie

Furcht und Aggression sind ein wichtiger biologischer Faktor zum Überleben, sowohl für den einzelnen als auch für das ganze Rudel. Durch die innerartliche Aggression werden die stärksten, gesündesten und intelligentesten Hunde in Rivalenkämpfen um Rangstellung, Geschlechtspartner und Fortpflanzung selektiert, bereits in dieser Phase kann der Züchter besonders starke Tiere erkennen. Es ist also nicht unbedingtes Zuchtziel, aggressionsfreie Hunde zu züchten, was nicht angestrebt wird, sind Hunde mit unerwünschter und unkontrollierbarer Aggression.

 

Sozialisierungsphase

Von der 8. bis zur 12. Lebenswoche befinden sich die Welpen in der „Sozialisierungsphase“. Diese ist ziemlich bedeutungsvoll für die Weiterentwicklung des Welpen und seine Fähigkeit, sich seiner Umwelt und vor allem dem Menschen anzupassen. Am Anfang dieser Phase kommt der junge Hund normalerweise in seine neue Umgebung und in die ihm noch unbekannte neue Familie. Dabei erfährt er die ersten Erziehungsmaßnahmen. Er muss lernen, sich seiner neuen Familie, seinem Rudel, anzupassen. Der Schwerpunkt dieser Entwicklungsphase liegt auf dem spielerischen Lernen. Es gibt erste Untersagungen, die ersten Verbote, die ein normal veranlagter Welpe auch bereit ist anzuerkennen. Er spürt die Autorität seines Besitzers und ist bereit sich unterzuordnen, um seinen Platz im Rudel zu finden. In dieser Phase ist es auch wichtig, den jungen Hund nicht zu überfordern und durch bestimmte Situationen oder Erlebnisse in Gefahr zu bringen.  Die Welpen sind in dieser Phase noch sehr leicht beeinflussbar. Es macht Spaß mit ihnen zu arbeiten. Die Bereitschaft seinen Besitzern zu gefallen und sie als Chef anzuerkennen, sollte man sich zu Nutze machen.

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Der Welpe lernt sehr schnell, man sollte allerdings über positive Verstärkung mit dem Welpen arbeiten, d.h. erwünschtes Verhalten wird gelobt und durch spielen, streicheln, oder Leckerchen belohnt, so dass dieses Verhalten in Erwartung von Annehmlichkeiten immer wieder gerne vom Welpen gezeigt wird. Ein wichtiger Satz, den man sich immer wieder selbst sagen sollte heißt: Für den Hund muss sich etwas lohnen, nur aus reiner Freundschaft zeigt er das gewünschte Verhalten nicht. Später können die Abstände bei den Belohnungen länger werden, am Anfang bekommt der Welpe für jede richtige Aktion eine Belohnung in Form von Leckerlies. Unerwünschtes Verhalten wird sofort bei der Tat unterbunden. Beim Airedale Terrier reicht ein Ignorieren der unerwünschten Verhaltensweise leider nicht aus. Meist reicht ein scharfes, in tiefer, energischer Stimme gesprochenes „NEIN“ schon aus, um den Welpen von seinem Vorhaben abzubringen.

 

Rangordnung

Rangordnungsphase

Zwischen der 13.-16. Lebenswoche nimmt der junge Hund seinen Platz im Rudel ein. Diese „Rangordnungsphase“ ist gekennzeichnet durch das Austesten von bestehenden Grenzen. Der Rudelführer Mensch wird dabei auf seine Führungsqualitäten hin überprüft. Hierbei ist es wichtig, dass der Welpe seine Grenzen immer und immer wieder aufgezeigt bekommt und die Einhaltung der Regeln vom Besitzer konsequent eingefordert wird.

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Rudelordnungsphase

Zwischen dem 5. und 6. Monat findet der Gebisswechsel statt. Der Hund entwickelt sich vom Kleinkind zum Schulkind. Im Rudel würde der junge Hund nun zum ersten Mal mit auf die Jagd mitgenommen werden und seinen Platz beim Jagen und damit auch im Rudel zugeteilt bekommen, deshalb nennt man diese Phase auch „Rudelordnungsphase“. Der Hund ist auch im Menschenrudel bestrebt sich seinen Platz im Rudel zu suchen und zu festigen. Der neue Besitzer des Hundes muss ihm dabei ganz deutlich klarmachen, dass seine Stellung die unterste im „Familienrudel“ ist. Damit ist für den Hund seine Position geklärt und er wird sich nun besonders eng demjenigen anschließen, der für ihn den starken Rudelführer symbolisiert und dessen Autorität anerkannt ist.

 

Welpen werden erwachsen

Pubertätsphase

Zwischen dem 7.- und 12.- Lebensmonat beginnt beim Hund die „Pubertätsphase“. In dieser Zeit hebt der Rüde in der Regel zum ersten Mal sein Bein, die Hündin hat ihre erste Läufigkeit und Konkurrentinnen werden weg gebissen. In dieser Phase erlebt man oft regelrechten Trotz bei den Hunden und es scheint als ob der junge Hund alles bereits Erlernte einfach wieder „vergessen“ hat. In dieser Zeit sollte man auf keinen Fall resignieren, sondern mit liebevoller aber unnachgiebiger Konsequenz weiter mit dem Hund arbeiten.

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Reifungsphase

In der „Reifungsphase“ vom 12. Bis 18. Monat zeigt es sich, ob der Hund die Anleitung erhalten hat, die seine Entwicklung optimal fördern konnte. Der fortdauernde Bestand der Lernfreudigkeit und der Bereitschaft zur freundlichen Kontaktaufnahme mit Mensch und Tier belegen dieses. Der Hund ist nun psychisch ausgereift und kaum noch zu verändern. Positive, wie negative Eindrücke und Erfahrungen bestimmen nun sein weiteres Handeln.

 

Rangordnung

Wer ist ein guter Rudelführer?

Damit man von seinem Hund als Rudelführer akzeptiert wird, muss man einige Verhaltensmaßregeln beachten. Am wichtigsten ist ein selbstbewußtes, selbstsicheres Auftreten. Wer natürliche Autorität ausstrahlt, wird von vielen Hunden schon alleine deshalb als Rudelführer anerkannt. Zaghafte, selbst unsichere Menschen haben es da schwerer, aber auch sie können durch die richtigen Verhaltensweisen die Rangordnung in ihrem "Rudel" bestimmen. Die Erfolge im Umgang mit dem Hund steigern dann letzten Endes auch das Selbstbewusstsein, so dass es im Laufe der Zeit einfacher wird. Wer von sich weiß, dass er eher nicht so selbstsicher ist, sollte schon bei der Auswahl des Hundes besser darauf achten, dass er kein Tier bekommt, das ein hohes "Alpha-Potential" hat. Der Welpe, der alle seine Wurfgeschwister dominiert, ist also nur für wirklich selbstsichere Menschen mit Hundeerfahrung geeignet.

 

Grenzen und Regeln

Um Dominanzprobleme mit seinem Hund zu vermeiden, sollte man sich wie ein Rudelführer, also dominant verhalten. Das fängt am ersten Tag an. Schon der Welpe muss lernen, dass nicht alles nach seinem Kopf geht, auch wenn es noch so putzig und niedlich wirkt.
Der Rudelführer stellt die Regeln des Zusammenlebens auf, die dann immer für alle gelten. Man sollte darauf achten, dass das auch tatsächlich immer der Fall ist, unabhängig davon, ob man gerade gut oder schlecht gelaunt ist, ob man gerade viel oder wenig Zeit hat.

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Konsequenz

Der Hund darf niemals ins Bett oder aufs Sofa. Diese erhöhten Plätze sind für die ranghohen Rudelmitglieder reserviert. Man kann die Liste dieser Plätze auch ohne Probleme verlängern. Wichtig ist nur, dass diese Regeln absolut immer gelten, auch dann, wenn man gerade gerne mit dem Hund schmusen möchte. Wer diese Regeln nur dann durchsetzt, wenn der Hund gerade nass und dreckig ist, verhält sich nicht konsequent. Der Hund wird das als Willkür interpretieren.

 

Rudelführer werden und auch bleiben

Wie wird man Rudelführer?

Auf Spaziergängen bestimmt immer der Ranghöhere, wo es lang geht und mit welcher Geschwindigkeit gegangen oder gelaufen wird. Das gilt auch für das Gehen bei Fuß. Der Hund muss sich immer nach seinem Menschen richten, niemals umgekehrt. Der Ranghöhere läuft dem Rangniederen niemals nach, sondern wartet, bis der kommt. Situationen, in denen man seinem Hund nachlaufen muss, müssen also unbedingt vermieden werden, entweder durch eine Leine oder durch bessere Erziehung.

Wenn der Hund eine Aufgabe bewältigt oder ein Kommando befolgt, muss er belohnt und gelobt werden. Er muss merken, wenn sein Mensch zufrieden mit ihm ist. Umgekehrt darf der Hund nur dann Belohnungen bekommen, wenn er vorher eine Aufgabe ausgeführt hat. Auf keinen Fall darf man seinem Hund ein Leckerli oder auch nur eine Liebkosung geben, weil er darum bettelt. Wenn sein Betteln erfolgreich ist, dann lernt der Hund, dass er bestimmen kann, was wann geschieht. Bestrafungen sollten nach Möglichkeit vermieden werden, mit Belohnungen an der richtigen Stelle erreicht man mehr.

Übung macht den Meister

Man sollte jeden Tag Unterordnungsübungen wie Sitz, Platz, Bleib mit dem Hund machen. Diese Kommandos sind ohnehin Teil des normalen Alltags. Es ist von Vorteil, diese Übungen auszudehnen. Obedience, also Gehorsam oder Unterordnung, ist eine Sportart, die Hunden Spaß macht und die eine eindeutige Rangordnung voraussetzt und fördert. Vor allem Hunde, denen es eher schwer fällt, sich unterzuordnen, profitieren von Obedience und vergleichbaren Sportarten und Übungen.
Man sollte seinem Hund gelegentlich sein Futter, seinen Knochen oder sein Spielzeug wegnehmen, ohne dass er knurrt oder sich wehrt. Wenn das nicht möglich ist, muss man es unbedingt üben, der Rudelführer darf sich immer und überall bedienen. Man sollte ihm die Sachen aber wieder zurückgeben.
Man sollte den Hund erst füttern, nachdem alle Menschen gegessen haben. Während der Mahlzeit darf der Hund nicht betteln und er darf auch nichts vom Tisch bekommen. Im Hunde- oder Wolfsrudel ist das auch so. Zuerst fressen sich die Ranghöheren satt, die Rangniederen bekommen das, was übrig bleibt. 
Konsequenz und Rangordnung
Wer sich konsequent wie ein Rudelführer verhält, wird von seinem Hund auch als solcher anerkannt werden. Wenn die Rangordnung in dieser Weise gefestigt ist und der Hund ganz sicher weiß, wie die Dinge liegen, dann kann man sich auch gelegentliche Abweichungen von den Regeln erlauben. Dabei gilt dann aber, dass man dem Hund explizit gestattet, das eine oder andere zu tun oder zu unterlassen, auf Betteln oder Forderungen des Hundes sollte man niemals reagieren.
Damit alle Familienmitglieder vom Hund als ranghöher anerkannt werden, sollten sich auch alle so verhalten. Wenn nur ein Familienmitglied als ranghöher angesehen wird, dann kann es zu ernsten Schwierigkeiten kommen, sobald dieser eine Mensch mal nicht da ist. Aus dem sonst so folgsamen Hund kann dann ganz plötzlich eine zähnefletschende Bestie werden. Es ist also wichtig, dass in der gesamten Familie Einigkeit über den Umgang mit dem Hund herrscht.

 

Rudelverhalten

Das menschliche Rudel

Der Hund ist ein Rudeltier und braucht seinen Rudelführer, da sonst er diese Rolle übernimmt. Wenn sich also eine Familie einen Hund nimmt, wobei es hier keine Rolle spielt, woher er ist und wie alt, muss einer der Familie dem Hund klar machen, wer der Rudelführer ist.
Bei einem Welpen ist das oft kein Problem. Erst bei den älteren Junghunden fängt die Problematik an, dass so mancher sich nicht mehr zu helfen weiß und seinen Hund ins Tierheim bringt, aussetzt, oder, und das wäre die vernünftigste Lösung, in eine Hundeschule kommt und sich beraten lässt oder einen Kurs besucht.

 

Rudelführung

Hier nur einige Tipps, wie Sie der Rudelführer werden und auch bleiben:


1. Sie bestimmen wann gespielt, gefressen und wann Gassi gegangen wird

( Ausnahme er war schon länger als 3 Stunden nicht mehr draußen).


2. Wenn gespielt wird, dann nur nach Ihren Spielregeln (Das gilt nur für grobes Beißen).


3. Wenn Sie dem Hund ein Kommando geben so lange nicht aufgeben, bis er es ausführt und sei es, besonders bei jungen Hunden, nur für ein paar Sekunden. Danach entlassen Sie ihm mit einen Kommando (z.B. Frei, Lauf).

Wichtig ist immer SIE bleiben der Sieger in der Ausdauer.


4. Beim Spielen können Sie sich ruhig auf den Boden legen um sich klein zu machen. Das ist für einen Rudelführer nur allzu natürlich um dem Unterlegenen zu signalisieren "ich will jetzt mit dir spielen".

 

Rudelverhalten

Kind und Hund:

Wenn ein "Menschenrudel" mit Kindern einen Hund, egal welchen Alters und woher, zu sich nimmt solle es folgende Punkte, zum Schutze ihrer Kinder und des Hundes, beachten:

 Der Hund ist kein Spielzeug oder Turngerät. Zu grobes Spielen, besonders bei Kleinkindern oder herumklettern (Reiten, ziehen an Ohren oder Rute) sind für den Hund sehr schmerzhaft und können zu Abwehrreaktionen, im schlimmsten Fall, in Form von Bissverletzungen führen.

 Lassen Sie kleine Kinder NIE unbeaufsichtigt bei einem Hund. Viele Beissattacken könnten vermieden werden, wenn Kinder und Hunde beaufsichtigt würden.

 Wenn man zuerst einen Hund hat und sich Familienzuwachs einstellt, vernachlässigen Sie niemals ihren Vierbeiner oder jagen ihn von dem Baby weg. Auch Hunde entwickeln so etwas wie Eifersucht.

 Bringen Sie Ihrem Kind so früh wie möglich bei, dass man auch fremde Hunde akzeptieren soll und nicht, in welcher Form auch immer (Kinder sind da sehr erfinderisch) ärgern darf.

 Verbieten Sie Ihrem Kind, dass es den Hund beim Fressen stört oder gar das Futter wegnimmt. Der Futterneid ist bei vielen Hunden sehr ausgeprägt.

 Erklären Sie Ihrem Kind so früh wie möglich, dass es Hunde NIE von hinten, sondern NUR von vorne kommend streicheln darf.

 Wenn ein Hund seine Ruhe haben will, (ein Hund schläft ca. 16 Stunden pro Tag) ist es besser ihn nicht zu stören.

 Sollten sich mehrere Hunde bei Ihnen befinden und ernsthaft zu raufen beginnen, ermahnen Sie Ihre Kinder dazu NIEMALS zu schreien oder gar zu versuchen die Hunde zu trennen, sondern nur so rasch wie möglich Hilfe zu holen.

 Lassen Sie NIEMALS Ihre Kinder mit einem Hund, und sei er noch so klein alleine spazieren gehen. Schneller als uns lieb ist, kann es passieren, dass der Hund über die Straße will und das Kind mit sich vor ein Fahrzeug zerrt. Außerdem kann es vorkommen, dass der Hund mit einem anderen freilaufenden Hund (es kommt leider zu oft vor, dass Hunde frei herumlaufen) zu raufen beginnt.

Wenn Sie all diese Punkte beherzigen, dann steht einer fröhlichen Beziehung zwischen Hund und Kind nichts mehr im Wege. Außerdem gibt es schon einige Hundeschulen, die Kinder ab 10 Jahren als Hundeführer fördern.


Wir hoffen, mit dieser Zusammenfassung einigen Lesern das Wesen "Hund" verständlicher gemacht zu haben und würde mich über Rückmeldungen sehr freuen.


Als Züchter stehen wir jedem Besitzer, auch in schwierigen Zeiten, mit unserer Erfahrung jederzeit zur Verfügung.

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